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Die Untoten sind zurück: FILMFEST HAMBURG zeigt Genre- und besondere Animationsfilme Einige Produktionen im diesjährigen Programm haben ihre Wurzeln im Genre-Kino oder spielen mit Genre-Motiven

Berlin/Hamburg, 08.9.2016

 

Ein Vampir in New York, ein algerischer Zombie oder feministische Exploitation aus Frankreich: Einige Beiträge im diesjährigen Programm von FILMFEST HAMBURG knüpfen an die Genrefilm-Tradition an und überführen sie in die Gegenwart – oder zeigen einen kreativen und zeitgenössischen Umgang mit Genre-Elementen.

Eng am klassischen Zombiefilm orientiert sich Kindil el Bahr (2016, Regie: Damien Ounouri). In dem algerischen Film – zu Deutsch: Medusa, die Qualle – wird eine junge Frau beim Schwimmen so lange von einer Gruppe von Männern bedrängt und misshandelt, bis sie schließlich ertrinkt. Sie kehrt als untote Meereskreatur wieder zurück, die sich an ihren Häschern und der gesamten Männerwelt grausam rächt. 

Kindil el Bahr nimmt – zumindest ideologisch – Anleihen beim feministischen Exploitationfilm. Vom Sexobjekt und Gewaltopfer wandelt sich die Hauptdarstellerin zur Agentin von Ausbeutung und Aggression und dreht den Spieß um.

Außergewöhnlich und mit abgründiger Komik wird das Thema weiblicher Selbstermächtigung in Paul Verhoevens Elle (2016) umgesetzt. Der niederländische Regisseur, der mit Filmen wie RoboCop (1987), Basic Instinct (1992), Total Recall (1990) und Starship Troopers (1997) das Genrekino ausgelotet und erneuert hat, zeigt ebenfalls eine Frau, die nach einer Vergewaltigung ihre Opferrolle nicht annimmt, sondern ihre Sexualität als Waffe einsetzt und sich so Genugtuung verschafft.

Genre-Elemente durchziehen auch Staying Vertical (2016, Regie: Alain Guiraudie), Motel Mist (2016, Regie: Prabda Yoon) und Personal Shopper (2016). Während sich die französische Fiebertraum-Komödie Staying Vertical bei Fantasy und Pornografie bedient, handelt ein Erzählstrang des thailändischen Films Motel Mist von Alien-Fantasien. Eine Wendung zum Mystery-Kino nimmt Olivier Assayas' neuer Film Personal Shopper, in dem eine Frau mit ihrem toten Bruder in Kontakt tritt.

Vampire haben in der Populärkultur seit vielen Jahren Hochkonjunktur. Der US-amerikanische Regisseur Michael O'Shea liefert mit seinem Independent-Film The Transfiguration (2016) einen Gegenentwurf zur gängigen Fantasy-Ausformung des Themas jenseits jeder Twilight-Romantik. Der Protagonist Milo ist vielleicht kein Vampir zum Verlieben – aber seine Verwandlung ist für den 14-jährigen Jungen ein Akt der Befreiung und der Identitätsbildung.

Den Animationsfilm vertreten bei FILMFEST HAMBURG in diesem Jahr drei Produktionen: The Girl Without Hands (2016, Regie: Sébastien Laudenbach) kombiniert Elemente der Skizze und Aquarellmalerei mit zweidimensionalen Computeranimationen. Die Rote Schildkröte (2016) ist eine Zusammenarbeit zwischen dem niederländischen Trickfilmregisseur und Animator Michael Dudok de Wit und dem legendären japanischen Animationsstudio Ghibli. Ein Absolvent der Hochschule für bildende Künste Hamburg ist der gebürtige Mexikaner Victor Orozco Ramirez: In den handgezeichneten Animationen seines Kurzfilms Reality 2.0 (2012) verfremdet er Exekutionsvideos der mexikanischen Drogenmafia.

Eine Liste aller Genrebeiträge finden Sie im Anhang.

Das 24. FILMFEST HAMBURG findet vom 29. September bis 8. Oktober 2016 im Abaton-Kino, CinemaxX Dammtor, Metropolis, Passage, Studio-Kino und B-Movie statt. Das Michel Kinder und Jugend Filmfest lädt vom 30. September bis 8. Oktober 2016 ins Abaton-Kino ein.

Weitere Details zum Programm des 24. FILMFEST HAMBURG und seinen Gästen werden wir Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Informationen über FILMFEST HAMBURG finden Sie unter www.filmfesthamburg.de.

Sollten Sie darüber hinaus weitere Informationen benötigen oder Fragen haben, können Sie sich jederzeit gern an die betreuende Agentur LimeLight PR wenden.

Pressekontakt:
LimeLight PR
Petra Schwuchow & Marco Heiter
Tel: 030 – 263 969 80
E-Mail: petra.schwuchow@limelight-pr.de, marco.heiter@limelight-pr.de

 

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